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Unterrichtsbeginn

Es ist sehr wahrscheinlich, dass mit Beginn des 17. Jahrhunderts der erste Unterricht in Kartitsch abgehalten wurde. Jedoch bedeutete die schulische Erziehung damals keinesweg ein allgemein gültiges Anliegen der Bevölkerung. Der Unterricht selbst wurde in einer alten Bauernstube abgehalten. Da es den Lehrpersonen selbst vielfach an Vorbildung fehlte, blieb ein größerer Lernerfolg aus. Von kirchlicher Seite legte man allerdings großes augenmerk auf die Unterweisung im christlichen Glauben.

 

Einführung der Schulpflicht

Trotz Einführung der Schulpflicht durch Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1774 wurde der Unterricht eher als unwichtig abgetan, da dadurch viele Kinder als Arbeitskraft zuhause fehlten und die Bevölkerung wenig Sinn für die praktische Lebensführung darin sah. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich diese Ansicht allerdings, dieser Meinungsumschwung hatte den Bau eines Schulhauses in St. Leonhard und die Einführung der Schule in Hollbruck zur Folge.

 

Einführung der Sommerschule

Bis zum Jahre 1876 wurde lediglich eine "Winterschule" abgehalten. Diese begann in der Regel zu Allerheiligen und dauerte bis zum Frühjahr. Trotz größten Wiederstandes von Seiten der Bevölkerung und der Gemeindevertretung setzte sich der damalige Schulleiter Johann Schneider durch, eine "Sommerschule" abzuhalten. Diese bestand aus zwei- bzw. vier-monatlichen Unterricht.

 

Ziele des Unterrichts

Über die in der Zeit von 1885 bis ins Jahr 1910 wissen die Dorfältetsten noch einigermaßen Bescheid. Die schulische Erziehung war grundsätzlich auf Sittenstrenge, Zucht und Ordnung ausgerichtet. "Reinheit" im Glauben und Autorität gegenüber Höhergestellten und Älteren bedeuteten erstrebenswerte Bildungsziele.

 

Neubau der Schule

Mit dem Neubau der Schule wurde im Jahre 1911 begonnen, im Jahre 1913 wurden alle Arbeiten abgeschlossen und kollaudiert. Bald darauf konnte der Unterricht unter dem damaligen Schulleiter Christian Oberlohr und der Lehrerin Theres Goller wieder aufgenommen werden. Da der Neubau von der damals verarmten Gemeinde nicht zur Gänze finanziert werden konnte, übernahmen ortsansässige Bauern die restlichen Kosten.

 

Schulamtszeit von Franz Föger (1924-1945)

Franz Föger is den meisten Kartitschern heute noch in bester Erinnerung. Neben den schulischen Belangen galt sein Interesse der musischen Bildung der gesamten Bevölkerung, er rief auch ein Theaterkomitee ins Leben und war bei der Gründung eines örtlichen Verschönerungvereines und Verkehrvereines beteiligt.

Schulgeschichte Kartitsch

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